Die häufigsten Ursachen für Gelenkschmerzen

Posted On By Stefan

Sie leiden unter schmerzhaften Entzündungen in den Knien oder der Hüfte, aber kennen den Grund dafür nicht? Meist können ein starker Infekt oder psychische Probleme die Ursache für Gelenkschmerzen sein. Viele Menschen, sogar Ärzte, kennen den Zusammenhang aber nicht. Hier erfahren Sie, was Ursachen für Gelenkschmerzen sein können, und welche Keime Arthritis auslösen.

Infekt als Auslöser für Gelenkschmerzen

Eine Entzündung in den Gelenken kann die Folge eines Infekts sein, der früher einmal aufgetaucht ist. Davon wissen nicht viele. Trotzdem kommt es jährlich zu etwa 40.000 Erkrankungen der so genannten reaktiven Arthritis, welches die Bezeichnung für diese Art von Gelenksentzündung ist. Erkrankte sind meist unter 40 – Frauen und Männer sind betroffen.

Warum ist das so unbekannt? Da zwischen dem Infekt und den ersten Anzeichen der Arthritis Wochen und Monate vergehen können, sehen Erkrankte oft keinen Zusammenhang zwischen beidem. Infekte können auch ohne Symptome verlaufen, sodass sie kaum bemerkbar sind.

Bakterien können eine reaktive Arthritis auslösen. Dazu zählen auch Entzündungen, Husten, Durchfall, Blasenentzündungen und sogar Geschlechtskrankheiten. Die Hauptursache für Entzündungen im Gelenk sind allerdings Darmbakterien und Salmonellen, Gonokokken, Chlamydien und Ureaplasmen. Häufig siedeln sie sich an großen Gelenken an, zum Beispiel an der Hüfte, im Sprunggelenk und den Knien. Eher seltener sind Finger, Handgelenke, Schultern und Ellenbogen betroffen.

Es wird vermutet, dass die Bakterien oder Reste der Infektion bis in die Gelenke wandern. Doch ganz genau ist das noch nicht erforscht worden. Eines steht aber fest: Die Wahrscheinlichkeit nach einem Infekt an Arthritis zu leiden, ist genetisch bedingt. Das lässt sich durch einen Bluttest nachweisen.

Da die Keime an der Innenhaut oder Flüssigkeit der Gelenke anhaften, reagiert unser Immunsystem mit einer Entzündung. Hierbei schwillt das Gelenk an und es kommt zu Schmerzen. Außerdem kommt es zu einem Krankheitsgefühl und auch zum Fieber. Zusätzlich können sich auch andere Bereiche entzünden, zum Beispiel die Harnröhre oder die Augen. Diese Form der infektbedingten Arthritis wird auch Reitersyndrom genannt. Durch seine typischen Symptome wird es schnell erkannt. Die reaktive Arthritis ist allerdings schwerer zu erkennen. Der Arzt sieht im Ultraschall oder beim Röntgen nur die Entzündung, kann die Erreger aber nicht ausmachen. Erkrankt ein junger Mensch urplötzlich an einer Arthritis und hatte vorher einen Infekt, ist das meist ein eindeutiger Hinweis auf reaktive Arthritis.

Bei dieser Krankheit müssen Betroffene geduldig sein, denn sie bessert sich nur langsam. Meist dauert die Erkrankung etwa ein halbes Jahr. Oftmals heilt sie aber vollständig, ohne bleibende Schäden. Weniger als 40 % der Erkrankten bekommen eine chronische Arthritis.

Depression verstärken Gelenkschmerzen

Es ist schon seit einiger Zeit bekannt, dass an Arthritis erkrankte Menschen ein höheres Risiko haben, an Depressionen zu leiden. Außerdem verstärken Depressionen die Schmerzen auch.

Wissenschaftler in Japan untersuchten nun die Abhängigkeit zwischen der Stärke der Depression, einem Protein, das in der Leber hergestellt wird und dem Ausmaß der Schmerzen. Sie bestätigten, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Protein und der Stärke der Depression gibt. Das Protein ist ein Parameter der Krankheit und steigt während der Entzündung an.

Sowohl die Anzahl der Proteine, als auch die Depressionen, verstärken die Schmerzen in den Gelenken. Tritt beides zusammen auf, werden die Schmerzen noch schlimmer. Somit sollten bei der Behandlung der Krankheit auch psychologische Ursachen bekämpft werden, um die Schmerzen zu verbessern.

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